SPD-Kreisverband Ulm: Atomausstieg muss umgesetzt werden

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Eine klare Absage erteilt der Kreisvorstand der Ulmer SPD allen Überlegungen, den Atomausstieg rückgängig zu machen. Weder Laufzeitverlängerungen noch Neubauten von AKW seien Mittel um den Klimaschutz zu forcieren oder gar Energiepreise zu senken schreiben der Ulmer SPD-Kreisvorsitzende Martin Rivoir MdL und seine zwei Stellvertreter Dr. Tanja Grothen und Martin Ansbacher in einer Pressemitteilung. Es sei den zukünftigen Generationen nicht zumutbar, eine Energiequelle weiter zu betreiben, die für Jahrtausende strahlenden Müll, dessen Entsorgung und Lagerung ungeklärt sei, hinterlasse. Für 50 Jahre Stromerzeugung würde man unzähligen Generationen strahlenden Müll hinterlassen. „Gerade die jüngst wieder in den Medien vorgetragene Überlegungen, dass auch in der Ulmer Region ein Endlager gebaut werden könne, zeige, dass die Gefahr des strahlenden Mülls nicht irgend ein abstraktes Problem sei, sondern ganz konkret auch hier in der Region Folgen haben kann. Die Ulmer Region sei schon durch Zwischenlager im AKW Gundremmingen extrem belastet.

Auch sei es ein Märchen, dass Kernenergie CO2-frei Strom erzeuge. Man müsse den gesamten Produktionsweg betrachten und z. B. auch die Produktion der Brennstäbe mit berücksichtigen. „Hier kommt ordentlich was an CO2-Erzeugung zusammen“ sagt der Kreisvorsitzende Martin Rivoir. Auch auf die hohen Benzinpreise sei der Ausbau der Atomenergie keine Antwort, schließlich fahre kein Auto mit Brennstäben.

Besonders ärgerlich ist aus Sicht der Ulmer SPD, dass gerade die Ulmer CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Schavan sich sogar für den Neubau von Atomkraftwerken einsetze. „Eigentlich hätte Frau Schavan in den drei Jahren, in denen sie hier Abgeordnete ist, am Ulmer Beispiel lernen können, wie man mit gezieltem Ausbau von regenerativen Energien Kernkraftwerke unnötig macht“ sagt der SPD-Kreisvorsitzende Martin Rivoir. Zukunftsfähige Energiepolitik sei gekennzeichnet durch Energiesparen, Energieeffizienz und den Ausbau regenerativer Energien.

 
 

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